brands & values wurde 2014 als "Beste Berater" in der Kategorie Nach-haltigkeit ausgezeichnet

Wie können andere nachhaltiger sein als Sie?

24.04.2015

Wenn sie wirklich nachhaltiger werden wollen fragen Sie nicht "wie kann mein Unternehmen nachhaltiger werden?" sondern fragen Sie "Wie können andere (zum Beispiel meine Mitbewerber) nachhaltiger sein als wir?"

 

Diese provokative These formulierte Dietmar Dahmen in seinem "Show-Vortrag" im Rahmen der Veranstaltung "Sustainability - Wege zum nachhaltigen Markenerfolg" am 22. April 2015 in Köln. Die Veränderung des Blickwinkels ist entscheidend. Betrachten Sie sich von außen werden Sie zu anderen Ergebnissen kommen, als wenn Sie sich von Innen betrachten.

 

 

 

 

 

 

 

Neben Dietmar Dahmen hatte die Veranstaltung von GS1 und inspirato eine ganze Reihe an inspirierenden Beiträgen zu bieten:

 

 

Der erfolgreiche Unternehmer und Lebensbaum-Gründer Ulrich Walter zeigte auf wie substanziell, umfassend und systematisch sein Unternehmen Nachhaltigkeit in seine Geschäftsprozesse integriert und über die Lebensbaum Qualitätsgarantie kommuniziert.

 

 

 

 

 

Wie Unilever mit seiner "compressed" Innovation die Kategorie der Deo-Sprays nachhaltig verändert und bereit ist "prä-kompetitiv" zu arbeiten, indem die Patente für die Technologie hinter den kleineren Dosen vom Konzern auch für Mitbewerber freigegeben sind - das schilderte Merlin Koene, Sustainable Business & Communications Director D-A-CH, Unilever Deutschland sehr überzeugend.

 

 

 

Für alle, die im Lebensmittelbereich Nachhaltigkeitskommunikation umsetzen müssen hat GS1 zusammen mit dm-drogerie markt, Lorenz Snack-World, Tetra Pak und dem Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) einen Praxisleitfaden erstellt, den man hier downloaden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwei unterschiedliche Marken aus dem Reinigungsmittelmarkt präsentierten ihre Ansätze, Nachhaltigkeit in ihre Kommunikation und Innovation zu integrieren - Frosch (Erdal-Rex) als "alter Hase" und "Platzhirsch" in diesem Bereich und Ecover mit einer sehr emotionalen "limited edition", deren Verpackung zu 10% aus Plastik aus dem Meer hergestellt wurde und dem Spülmittel zu einer Premiumpositionierung verhalf.

 

 

 

Max Thinius von der BetterLivingGroup sprach von einem "Cultural Shift", der stattfinde bzw. stattgefunden habe: Menschen verlangen verstärkt nach Transparenz, nach Sinn und wollen die Produkte, die sie konsumieren verstehen ohne von den Markenmachern missioniert zu werden. Für Unternehmen bietet der Kulturwandel Chancen für neue so genannte "dreiseitige" Geschäftsmodelle, so dass mit Nachhaltigkeit auch Geld verdient werden könne. Als Beispiel nannte Thinius die Marke Tesla die weniger Elektroautos als vielmehr über den innovativen, vernetzten Bordcomputer mit gigantischem Display Verbraucherdaten verarbeitet und vermittelt und das Auto zu einer individualisierten Werbe-Projektionsfläche macht.

 

Die "große Frage", die sich viele, spezifisch aber die REWE-Group seit längerem stellt, beleuchtet eine Studie der Beratungsgesellschat imug aus Hannover: "Nachhaltiger Konsum - schon Mainstream oder noch Nische?" Das Angebot an nachhaltigen Produkten sei da, die Wahrnehmung sei beim Verbraucher noch nicht angekommen. Was Unternehmen viel stärker tun müssten, sei Orientierung zu geben, und das nicht ausschließlich durch Labels, und Transparenz zu schaffen, und zwar gestaffelt, je nach dem Informationsbedürfnis unterschiedlicher Verbrauchertypen.

 

 

Drei Green Campaign "Snapshot Sessions" über eine Regionalitätsinitiative in Hessen, eine Produkttransparenz-Initiative der METRO und ein Start-up, Koawach, das wach-machende Trinkschokolade anbietet gaben weitere wertvolle Impulse.

 

 

 

Zwei "Sustain-Tables" erlaubte es den Teilnehmern entweder mit Max Thinius über die Frage zu diskutieren, welche Trends im Handel durch Nachhaltigkeit entstehen könnten oder mit mir über die These zu sprechen, das Werbetreibende auch eine gesellschaftliche Verantwortung haben, nachhaltigen Konsum voran zu bringen.

 

Es war seit langem wieder eine Nachhaltigkeitsveranstaltung, die - brilliant moderiert von Jacob Bilabel vom Berliner Think-Do-Tank Thema1 und dem Nachhaltigkeits-Verantwortlichen von GS1, Stephan Schaller - inspiriert hat, wertvolle Impulse lieferte und sehr gute Möglichkeiten zum Austausch und zum Networking bot.

 

 

Please reload