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Wirtschaftlicher Erfolg durch nachhaltige Geschäftspraktiken

Nachhaltige Wirtschaft

Nachhaltige Wirtschaft oder ökonomische Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammt: „Im 18. Jahrhundert formuliert Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann am kursächsischen Hof in Freiberg, als Erster verschiedene Grundsätze, um dauerhaft ausreichende Holzmengen für den Bau von Silberminen zur Verfügung zu haben. Es sollte gewährleistet werden, dass nicht mehr Bäume geschlagen würden, als auch wieder nachwachsen können. Aus diesem zuerst forstwirtschaftlich geprägten Ansatz entwickelte sich der Leitgedanke "von den Zinsen zu leben und nicht vom Kapital". Die weitere Entwicklung zum Thema können Sie in der Geschichte der Nachhaltigkeit nachlesen.“ (Quelle: Lexikon der Nachhaltigkeit, www.nachhaltigkeit.info)

„Der Begriff "Nachhaltigkeit", "Nachhaltige Entwicklung" (Englisch: Sustainable Development) oder auch "nachhaltige Wirtschaft" wird heute in vielen Zusammenhängen genutzt. Bis zur Mitte der 1990er Jahre war das Thema fast nur in der wissenschaftlichen Diskussion zu finden (Definition). Danach wurde es v.a. im politischen Kontext genutzt und findet heute immer mehr auch in zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen Verwendung. Der von der Bundesregierung berufene "Rat für Nachhaltige Entwicklung" fasst die Grundideen für nachhaltiges Handeln mit den Worten zusammen:

"Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben."“ (Quelle: Lexikon der Nachhaltigkeit, www.nachhaltigkeit.info)

Nachhaltige Wirtschaft heißt, eine Wirtschaftsform oder eine Art des Wirtschaftens zu entwickeln, mit denen die Bedürfnisse der heutigen Zeit so befriedigt werden können, dass nachfolgende Generationen ein intaktes ökologisches, ökonomisches und soziales System vorfinden und somit die gleichen Chancen haben wie die heutige Generation, ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Auch die finanzwirtschaftliche Dimension ist eine Dimension nachhaltiger Wirtschaft. Die aktuelle Eurokrise und die Finanzkrise von 2008/09 zeigen, dass dieser Bereich essenziell für die übrigen Nachhaltigkeitsfaktoren sind. 

Generell gilt, dass die Dimension der nachhaltigen Wirtschaft eng mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit zusammenhängt. Man spricht dabei auch vom Gleichgewicht zwischen „people, planet and profit“. Alle drei Säulen der Nachhaltigkeit müssen wir in einem funktionierenden Ökosystem aufeinander abgestimmt und mit einander im Einklang sein, damit man insgesamt von Nachhaltigkeit sprechen kann.

Ein Problem von Nachhaltiger Wirtschaft ist, dass diese „Balance“ und damit die Systembedingungen nicht wirklich klar definiert ist. Ein Ansatz, der bemüht ist um eine naturwissenschaftliche Fundierung ist „The Natural Step“. Dieser vom schwedischen Krebsforscher Karl-Henrik Robért entwickelte Ansatz definiert vier Grundprinzipien von Nachhaltigkeit und damit von nachhaltiger Wirtschaft:

  1. Die zunehmende Verschmutzung durch die Förderung von fossilen Materialien wie Brennstoffen und Schwermetallen vermeiden
  2. Die wachsende Verschmutzung durch Chemikalien vermeiden, die wir herstellen und verbrauchen.
  3. Den kontinuierlichen Raubbau an der Natur vermeiden
  4. Vertrauen dadurch sichern, dass wir aufhören, Menschen weltweit daran zu hindern, ihre Bedürfnisse zu befriedigen.