2008/01/16

Junge Menschen wollen fair produzierte Elektronikgeräte

Laut einer neuen Studie des europäischen Netzwerks "makeITfair" verlangt eine Mehrheit von jungen Verbrauchern aus Europa, dass Elektronikunternehmen mehr Verantwortung übernehmen sollen für die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Herstellung und Entsorgung von Unterhaltungselektronik.

Mehr als zwei Drittel der befragten Jugendlichen fühlen sich den Studienergebnissen zufolge nur ungenügend über die sozialen und ökologischen Probleme von Unterhaltungselektronik wie Handys, Laptops oder Spielekonsolen informiert. Rund 40% der Jugendlichen sollen sich regelrecht schockiert gezeigt haben, als ihnen die bestehenden Probleme wie Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen bei der Rohstoffgewinnung für die Elektronikindustrie, schlechte Arbeitsbedingungen in vielen Elektronikfirmen Asiens und der Export von Elektroschrott in Entwicklungsländer erklärt bzw. bewusst wurden.

85% der befragten Jugendlichen haben Hersteller und Vertriebsfirmen als Hauptverantwortliche für die negativen Entwicklungen ausgemacht und wünschen sich von diesen Firmen mehr Aktivitäten, um die Probleme zu lösen. Aktuell berücksichtigt jedoch keine der IT-Markenfirmen die sozialen und ökologischen Probleme in ausreichendem Maße. "Die Führungsposition für fair produzierte Unterhaltungselektronik ist noch unbesetzt", sagt Cornelia Heydenreich von Germanwatch, einer der deutschen Trägerorganisationen von makeITfair. Die spannende Frage sei nun, so Heydenreich, welcher Hersteller diesen vielsprechenden neuen Markt zuerst bedienen wird.

 

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