2007/12/20

Greenpeace veröffentlicht erstes Supermarktranking "Fisch"

Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation (FAO) befinden sich weltweit 76% der kommerziell genutzten Fischbestände in einem katastrophalen Zustand.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace nahm dies zum Anlass, in den vergangenen sechs Monaten insgesamt elf deutsche Handelsketten unter die Lupe zu nehmen. Da es auf politischer Ebene wenig strenge Regeln gebe, hätten es die deutschen Supermärkte und Discounter selbst in der Hand, der Überfischung der Weltmeere positiv entgegenzuwirken, so Greenpeace.

Norma und Kaufland schnitten bei der Bewertung am besten ab. Es folgen Metro, REWE und Lidl. Das Mittelfeld besteht aus Edeka, Netto und Tengelmann. Schlusslicht ist die Unternehmensgruppe Bünting.

Eine wesentliche Erkenntnis der Untersuchung ist, dass deutsche Supermärkte und Discounter auf die Überfischung reagieren. Erste Schritte zu einem nachhaltigen und transparenten Einkauf von Fisch seien getan, konstatiert Greenpeace. Dennoch hat keine der untersuchten Handelsketten eine "grüne" - mit gut gleichzusetzende - Bewertung erreicht.

"Wir werden genau verfolgen, ob die Supermärkte eine nachhaltige Einkaufspolitik umsetzen und ihre Versprechen einhalten. Jeder, der in Zukunft noch Fisch einkaufen will, muss jetzt handeln, kündigte Greenpeace Fischerei-Expertin Iris Menn an.

Per Fragebogen und in persönlichen Gesprächen hatte Greenpeace Nachhaltigkeit, Transparenz und Rückverfolgbarkeit beim Fischeinkauf der Handelsketten untersucht sowie das Fischsortiment stichprobenartig erfasst.

 

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