Der Vater von "Eine unbequeme Wahrheit" und den Live Earth Konzerten im Sommer 2007 wurde vom norwegischen Nobelkommittee heute zusammen mit dem UN Weltklimarat für seinen Einsatz für die Aufklärung über die Gefahren des Klimawandels mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Damit dürfte das Thema Klimawandel weiter an Bedeutung in der öffentlichen Diskussion gewinnen.
Außerdem erhöht die Verleihung des Preises den Druck auf die Teilnehmer der UN Klimakonferenz, die vom 3. bis 12. November auf Bali stattfindet, konkrete Ergebnisse zu erzielen. Insbesondere geht es dabei darum, dass eine Einigung über eine Nachfolgeregelung für das 2012 auslaufende Kyoto Protokoll getroffen wird.
Der zweite Gewinner des Preises ist das UN Klimapanel, IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), das 1988 eingerichtet wurde und aus ca 2500 Wissenschaftlichern aus mehr als 150 Ländern besteht. Vorsitzender ist der Inder Rajendra Pachauri. Aufgabe des Panels ist es, die Ursachen für die Klimaveränderungen auszuwerten, die Risiken einzuschätzen, die diese Veränderungen mit sich bringen und Vorschläge für Initiativen zu erarbeiten, um den negativen Trend einzudämmen oder aufzuhalten. Alle Schlussfolgerungen des Panels müssen auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.
Bislang hat das Panel vier Auswertungen publiziert: 1990, 1995, 2001 und 2007. Sie gelten als Grundlage für politische Entscheidungen und Verhandlungen. Im November wird eine Zusammenfassung der Teilberichte dieses Jahres veröffentlicht werden.
Die seit einem Jahr andauernde öffentlich geführte Klimadiskussion wurde primär durch den sogenannten "Stern Report" des britischen Ökonomen Sir Nicholas Stern ausgelöst, der am 30.10. 2006 präsentiert wurde. Viele der Schlussfolgerungen Sterns sind deckungsgleich mit Erkenntnissen, die schon 2001 vom IPCC in seinem damaligen Bericht gezogen wurden. Damals gab es jedoch nur wenige Reaktionen.
Christian Conrad 12.10.07
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